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Wahlprüfstein No. 4 – Livemusik-Cent in Darmstadt #CAMfragt

Clubs und Live-Musikspielstätten gehören zur DNA unserer Städte und tragen entscheidend zur Attraktivität einer Metropolenregion bei. Während beispielsweise in Hamburg ein Fonds in sechsstelliger Höhe zur Förderung der Livemusik bereit steht, der entscheidend zu einer anhaltende Vielfalt des Livemusik-Angebotes beiträgt, spielt das Thema in den Köpfen und Töpfen der hiesigen Kulturförderung jedoch kaum eine Rolle. Mit nur 50 Cent pro Einwohner und Jahr wären vielfältige Infrastruktur-Programme und neue Angebote durch ein Kulturinvestment in Clubs und Live-Musikspielstätten möglich! Eine solche strukturelle Förderung würde auch bei uns eine positive Wirkung für eine vielfältige Musikkultur entfalten.

Clubs am Main fragt: #CaMfragt
Welche Konzepte hat Ihre Partei, um zukünftig weiter ein attraktives Angebot an Club- und Musikveranstaltungen in der Stadt zu ermöglichen und wären Sie bereit, auch entsprechende Haushaltsmittel zur Verfügung zu stellen?

CDU DARMSTADT

Darmstadt verfügt über ein breites Angebot an Club und Musikveranstaltungen, z. B. in der Centalstation Darmstadt. Diese werden seit Jahren von der Stadt bezuschusst.

DIE GRÜNEN WIESBADEN

Die GRÜNEN in Wiesbaden haben uns leider keine Antworten zukommen lassen.

SPD DARMSTADT

Clubs und live Musikspielstätten sind kommerzielle Angebote, die nach unserer Ansicht sich auf dem Marktgeschehen stellen müssen. Dies sieht übrigens die überwiegende Anzahl der Clubbetreiber genauso. Die SPD Landtagsfraktion hat sich seinerzeit für eine Verbesserung der Abgaben insbesondere für kleine Clubs gegenüber der GEMA eingesetzt, weil damals die neue Gebührenstaffel in der Tag den Bestand der Clubs in Frage gesellt hätte. Es besteht jederzeit die Möglichkeit, für Konzert- und Clubveranstalter im Rahmen der Kulturförderung auch Zuschüsse zu beantragen. Diese orientieren sich dann an den Kulturförderrichtlinien der Wissenschaftsstadt Darmstadt. In sofern stehen Haushaltsmittel zur Verfügung.

DIE LINKE DARMSTADT

Die Einführung einer zusätzlichen Abgabe für Kultur ist rechtlich nicht vorgesehen. Der Versuch, eine „Bettensteuer“ für Hotelgäste zugunsten der lokalen Kultur einzuführen, ist vor den Gerichten gescheitert.Daher kann eine substantielle Förderung der Subkultur nur aus Haushaltsmitteln erfolgen. In unserem Wahlprogramm (kurzlink.de/linkes-kowaprog16-da) fordern wir die Verdoppelung der Förderung der freien Kultur auf 4 Prozent des städtischen Kulturetats. Außerdem schlagen wir einen Solidaritätsbeitrag der Staatstheater-Besucher/innen für die freie Kulturszene vor: Auf alle Staatstheater-Tickets der oberen Preisklassen sowie bei Premieren wird ein Zusatzbetrag von einem Euro erhoben, der direkt der freien Kulturszene zu Gute kommt. Solche Mittel kämen auch für defizitäre Livemusik-Veranstaltungen in Frage. Zu diskutieren wäre, inwieweit hierzu der nichtkommerzielle Charakter des Veranstaltungsorts berücksichtigt werden muss.

FDP DARMSTADT

Nach unserer Auffassung handelt es sich bei Clubs und Live-Musikspielstätten um Kultureinrichtungen wie andere auch (freie Theater, Museen, Galerien). Ein finanzielle Förderung von Clubs und Live-Musikspielstätten muss und soll im Rahmen der allgemeinen Kulturförderung der Stadt Darmstadt erfolgen. Die besondere Förderung der Central-Station wollen wir beibehalten.

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Über die Navigation unten kannst du weitere Antworten der Parteien in Frankfurt zu anderen Themem aufrufen oder erfahren wie die Kommunalpolitik in Offenbach, Wiesbaden und Darmstadt zum gleichen Thema steht.