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Wahlprüfstein No. 5 – Schutz von Kulturräumen in Offenbach #CAMfragt

Das Bild unserer Innenstädte verändert sich derzeit rasant. Die städtebaulichen Veränderungen bergen Chancen und Risiken. Die Nachverdichtung innerstädtischer Lagen durch die kommerzielle Immobilienverwertung ist für Clubs und Live-Musikspielstätten oft existenzbedrohend. Clubs am Main vertritt den Standpunkt, dass es wichtig ist, dass Livemusik auch weiterhin in unseren Innenstädten einen Platz hat. Dazu bedarf es eines kommunal verankerten Instrumentariums zum Schutz bestehender Clubs und Musikspielstätten.

Clubs am Main fragt: #CaMfragt
Wie steht Ihre Partei zum Erhalt von bestehenden Kulturorten wie auch der Schaffung neuer Räume als integrales Ziel der Stadtplanung?

CDU OFFENBACH

Einem Gesetzgebungsverfahren zum Bestandsschutz bestehender Kulturstandorte in der Innenstadt steht die CDU skeptisch gegenüber. Wir erachten es nicht als sinnvoll, den Eigentümern innerstädtischer Grundstücke bzw. Immobilien gesetzliche Vorschriften hinsichtlich des Schutzes bestehender Kulturstandorte machen zu wollen. Hier kommt es auf den jeweiligen Einzelfall an und es kann von Fall zu Fall gute Gründe geben, den Schutz bestehender Kulturstandorte mit geeigneten Mitteln politisch zu unterstützen; bspw. durch eine Vermittlerrolle zwischen Eigentümer und Club. Auch eine Verpflichtung, bestehende Kulturräume bei Neuansiedlungen in klassischen Ausgehvierteln zu schützen, steht die CDU eher skeptisch gegenüber. Es trüge wohl nicht zu einer lebendigen Clubkultur bei, wenn Hauseigentümer staatlicherseits verpflichtet würden, in dem einen oder anderen Viertel einen Club oder Theater erhalten zu müssen, ohne eine angemessene Berücksichtigung bspw. der Rentabilität eines Clubs oder anderer Probleme, die sich am bisherigen Standort ergeben haben mögen.

DIE GRÜNEN OFFENBACH

Der bauliche Wandel und die Nachverdichtung in Offenbach ist derzeit rasant. Wir GRÜNEN werden ein deutliches Augenmerk auf die weitere Bereitstellung von Räumen für Clubs, Künstler und Kreativwirtschaft legen. Für bestehende Kulturorte haben sie die Offenbacher GRÜNEN stets stark gemacht, Stichwort: Umzug des Hafen 2 in ein neues Gebäude.

SPD OFFENBACH

Es ist ein Anliegen der Offenbacher SPD, dass es in unserer Stadt ein vielfältiges Angebot von Clubs und Live-Musikspielstätten gibt. ln der Regel handelt es sich beiden Gebäuden aber um Immobilien, die nicht im Besitz der Stadt Offenbach sind, sodass wir als Kommune keinen Einfluss auf die Mietpreise und die Auswahl der Mieternehmen können. Gleiches gilt ja z.B. auch für die Vermietung der Ladenlokale in der Fußgängerzone. Abgesehen davon gibt es aber eine Reihe von Veranstaltungsorten, die direkt oder indirekt im Besitz der Stadt Offenbach sind und die für Livemusik oder kulturelle Veranstaltungen jeder Art genutzt werden können – von der Stadthalle und dem Capitol, die Verluste erwirtschaften, die wir zur Kulturförderung ausgleichen – bis zum Ostpol, dem Haus der Stadtgeschichte, dem Bücherturm und dem Bürgerhaus Rumpenheim, um nur einige Beispiele zu nennen. Als wegen der Hafenbebauung der inzwischen etablierte „Hafen 2“ seinen Standort verlassen musste, haben wir uns aktiv dafür eingesetzt, eine Lösung zu finden, um dieses attraktive und über die Stadt hinaus beliebte kulturelle Angebot in Offenbach zu erhalten. Bei der Entwicklung des neuen Standorts wurde der Hafen 2 von der Stadt bzw. den städtischen Gesellschaften auch finanziell unterstützt.

DIE LINKE OFFENBACH

Der Erhalt der bisher bestehenden Kulturräume in Offenbach hat für DIE LINKE.Offenbach-Stadt höchste Priorität. Vor der Schaffung neuer Kulturräume sollte eine Absicherung der bestehenden Erfolgen. Dazu ist es nötig in einen Dialog mit den Besucher*innen und Betreiber*innen dier Locations zu treten und deren Ängste und Wünsche ernst zu nehmen. Stadtplanung kann nur sozial und ökologisch Verträglich funktionieren. Bei der Planung von neuen Wohn- und Arbeitsquartieren sollte darum eine enge Bindung an örtliche Kulturangebote von vornherein mit gedacht werden.

FDP OFFENBACH

Auch hier sind die finanziellen Spielräume der Stadt Offenbach sehr beschränkt. Die fraglichen Grundstücke auch weitgehend in privater Hand. Trotzdem unterstützen wir die Vorschläge im aktuellen Masterplan, der Clubkultur im Bereich zwischen Hafen und Kaiserlei besondere Entwicklungsmöglichkeiten zu geben.

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